Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?

(Foto: Surbana Urban Planning Group)

So grün könnten die Städte der Zukunft sein (Foto: Surbana Urban Planning Group)

Darüber denken nicht nur aktive Transitioner nach, sondern auch Fraunhofer-Institute, Stadtplaner und das Bildungsministerium. Beim Projekt „Morgenstadt“ haben sich rund 100 Experten zusammengeschlossen, um Visionen Realität werden zu lassen.

Stadtviertel, die Strom und Wärme selbst erzeugen, emissionsfreie Autos und Luft verbessernde Häuserfassaden – das ist alles keine Zukunftsmusik mehr, sondern meist schon technologisch umsetzbar. Um aber den Sprung in die Praxis zu schaffen, müssen konkrete Pilot- und Umsetzungsprojekte auf den Weg gebracht werden. Daran arbeitet die Forschungsinitiative „Morgenstadt“ und bekam dafür gestern den Preis „Ausgezeichneter Ort im Land der Ideen“ verliehen.

Ausgegangen sind die Initiatoren (zwölf Fraunhofer-Institute) von der Überlegung, dass heute über die Hälfte der Weltbürger in Städten lebt, Tendenz steigend. Schätzungsweise werden bis ins Jahr 2050 fast zehn Milliarden Menschen in den Städten gigantische Co2-Wolken ausstoßen, Milliarden Tonnen Müll produzieren und sich den extremen Wetterbedingungen des Klimawandels gegenübersehen. Deshalb müssen jetzt ganzheitliche Strategien entwickelt werden, wie diesen Negativtrends entgegen gewirkt werden kann. „Nachhaltigkeitsziele sind für die Städte von morgen entscheidend. Aber zusätzliche Dimensionen wie Resilienz oder Wandlungsfähigkeit gegenüber zunehmender Extremsituationen und sich verändernder Rahmenbedingungen erfordern neue Herangehensweisen, Strategien und Infrastrukturen.“ (morgenstadt.de)

Eine Vision, wie die Stadt der Zukunft aussehen könnte, findest Du hier:

Inzwischen ist das Forschungsprojekt in Phase II übergegangen. In der ersten Phase seit Mai 2012 haben die Experten die sechs internationalen Vorreiterstädte Berlin, Freiburg, Kopenhagen, New York, Singapur und Tokio analysiert und bewertet. Jetzt erarbeiten sie gemeinsam mit Städten und Industriepartnern realistische Lösungen und etablieren sie in der Praxis.

Unabhängig von der „Morgenstadt“, aber ebenfalls gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung, werden diese Projekte bereits heute in der Realität erprobt:
Bürgerwerkstatt Fußverkehr in Stuttgart www.stuttgart.de/item/show/500844/1
Elektromobilität in Bottrop www.bottrop.de
Freiburger Nachhaltigkeitskompass www.freiburg.de/nachhaltigkeitsmanagement
Bürger-Energiewende Göttingen www.klimaschutz.goettingen.de
Nachhaltige Lebensqualität Unna www.lebenswerte.kreis-unna.de
Bürgernahe Nachhaltigkeitsstrategie Leutkirch im Allgäu www.nachhaltige-stadt-leutkirch.de
Bürgerbeteiligung am nachhaltigen Leben in Lüneburg www.lebendiges-lueneburg.de
Klimaneutrale Stadt Norderstedt www.norderstedt.de
Kommunaler Zukunftsrat im Rhein-Hunsrück-Kreis www.zukunftsideen.de
Ressourceneffiziente Stadt Konstranz http://blog.zukunftswerkstadt-konstanz.de
Umweltfreunde Mobilität in Lübeck http://umweltschuft.luebeck.de/Zukunftswerkstadt.html
Nachhaltige Regionalentwicklung Harz www.vision20plus.de
Nachhaltige Mobilität in Bonn www.bonn.de
Bürgernahe Stadtentwicklung Leipzig www.weiterdenken.leipzig.de

(Foto: BMBF)

Ministerin Johanna Wanka will den Wandel gemeinsam mit den Bürgern gestalten (Foto: BMBF)

Natürlich ist die Umsetzung zukunftsweisender Ideen und Technologien auf ein wachsendes Klimabewusstsein und den Veränderungswillen der Bevölkerung angewiesen. „Die Bürgerinnen und Bürger wollen nicht auf Veränderungen reagieren, sie wollen sie gestalten. Die Menschen wollen sich einbringen und sind bereit, dafür einen hohen persönlichen Einsatz zu bringen. Schließlich geht es um ihre Heimat“, stellt Dr. Johanna Wanka (Bundesministerium für Bildung und Forschung) fest. Das beweist nicht zuletzt der rasante Zuwachs an Transition Initiativen in Deutschland, den ich seit Beginn dieses Blogs beobachte. Waren im Winter 2012 noch rund 60 TTIs auf der Vernetzungsplattform transition-initiativen.de eingetragen, sind es derzeit 128!

Und wie sieht Deine Zukunftsstadt aus?

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Ein Gedanke zu “Wie sieht die Stadt der Zukunft aus?

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