Projekt Selbstversorger: Ich pflanz´ mein Gemüse jetzt selbst!

Mein Bauerngarten (Foto: greenplaner)

Mein Gemüsegarten mit Blattschmuckstauden (Foto: greenplaner)

Gleich vorneweg: Einen richtig grünen Daumen habe ich nicht, obwohl ich in einer Garten-Magazin-Redaktion arbeite. Trotzdem dachte ich mir im Frühjahr: Ich werd jetzt Selbstversorger! So schwierig kann das doch nicht sein, immerhin liegt Stadtgärtnern gerade voll im Trend.

Also, ran ans Werk. Das Beet war wohl früher ein Blumenbeet, allerdings weiß ich nicht genau, was da wächst, weil wir erst im Herbst eingezogen sind und damals alles ziemlich furchtbar aussah. Aber eins ist klar: Die riesigen fünf Sträucher Pfefferminze fliegen raus!

1. Tipp: Pflanze Pfefferminze NIEMALS ohne Wurzelsperre ins Beet. Die verbreitet sich nämlich wie Unkraut. Selbst wenn du die Pflanze samt Wurzelballen ausreißt, erscheinen noch Monate später kleine Ausläufer an Stellen, wo du sie nie vermutet hättest.

(Foto: greenplaner)

Der Mangold wächst echt langsam (Foto: greenplaner)

Einen Pflanzplan habe ich mit Hilfe schlauer Gartenbücher erstellt – was wo wann wie groß wächst, wer mit wem gut kann und welches Gemüse sich nicht ausstehen kann. Kohlrabi, Möhren, Spinat, Mangold, Lauch, Möhren, Salat, Tomaten und Paprika sollten wachsen, dazu Kapuzinerkresse und Studentenblume gegen Schädlinge und fürs Auge. Ein großer Steintrog wurde zum Hochbeet für Salat. Auf der Südseite beim Zaun sind mehrere Stunden am Tag Schatten, also sollten dort Küchenkräuter hin.

2. Tipp: Auch Bärlauch und Zitronenmelisse dehnen sich großflächig aus. Bei der Zitronenmelisse läuft das über die Samen, deshalb werde ich verblühte Blüten sofort abschneiden.

(Foto: greenplaner)

Der Steintrog fungiert als Hochbeet, davor wächst Mangold, rechts daneben Kohlrabi (Foto: greenplaner)

Einige Wochen später war alles ziemlich grün. Liegt auch an den Funkien (Blattschmuckstauden), die auf einmal und ohne jede Vorwarnung aus dem Boden schossen. Aber ich bringe es nicht übers Herz sie auszureißen. Jetzt ist es halt ein Gemüse-Blumen-Garten.

Der Salat im Hochbeet ist gut gewachsen und schmeckt großartig. Die Kapuzinerkresse habe ich im Haus vorkultiviert, das hat ganz gut geklappt – leider tut sich seit dem Ausquartieren nichts mehr. Mangold habe ich auf dem Markt als Jungpflanzen gekauft und gleich draußen eingepflanzt, er fing aber erst nach einer sehr regenreichen Woche an zu wachsen. Die Kohlrabi rechts daneben sind leider den Schnecken zum Opfer gefallen.

 

 

 

(Foto: greenplaner)

Hier sollten Möhren, Lauch und Kapuzinerkresse wachsen (Foto: greenplaner)

Von den Möhren zeigt sich immer noch nichts, langsam fange ich an meine Aussaat-Künste ernsthaft in Frage zu stellen. Oder liegt es am Boden, der von Pfefferminz-Büschen ausgelaugt ist? Eine Ladung Bio-Komposterde ist schon drauf, aber viel bringt das nicht. Hat einer von euch eine Idee? Die Büschel rechts im Bild sind übrigens verblühte Osterglocken, die im Frühling sehr schön anzusehen waren und jetzt ihre Nährstoffe in die Wurzeln schicken. Wenn sie braun sind, schneide ich sie ab.

(Foto: greenplaner)

King liebt es, mir beim Gärtnern zuzuschauen (Foto: greenplaner)

Gärtnern ist eine tolle Wochenend-Beschäftigung, die mich total entspannt. Mit von der Partie ist immer mein Kater King, der fleißig gräbt, schnüffelt und alles kontrolliert, bevor es ins Beet wandert. Aufs Tomatenpflanzen mit ihm dürft ihr euch schon freuen.

 

 

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