The Ocean Cleanup: Jetzt wird aufgeräumt!

Ein 19-jähriger Holländer will den Müll in den Weltmeeren beseitigen. Nachdem seine Pläne vor zwei Jahren an Skeptikern scheiterten, ist er jetzt mit einer wissenschaftlich fundierten Machbarkeitsstudie zurück. Und legt einfach mal los.

(Foto: The Ocean Cleanup)

Der 19jährige Boyan Slat will die Weltmeere aufräumen (Foto: The Ocean Cleanup)

Boyan Slat ist gerade einmal 19 Jahre alt und leitet ein Team aus 100 Experten, das sich mit der Lösung eines der größten Umweltprobleme unserer Welt beschäftigt: der Vermüllung unserer Meere.

Ingenieure, Ozeanographen, Ökologen, Juristen und Wirtschaftswissenschaftler arbeiten mit dem jungen Gründer von Ocean Cleanup seit zwei Jahren an der Umsetzung seiner revolutionären Idee, die mit einer ganz einfachen Frage im Tauchurlaub auf Griechenland begann: „Warum kann das nicht mal jemand aufräumen?“

Tatsächlich geben sich viele NGOs und Institute bislang die größte Mühe, den Müll mit großen Netzen abzusammeln. Aber das dauert ewig und kostet Unsummen.

 

(Foto: Ocean Cleanup)

An den Barrieren von Ocean Cleanup bleibt der Müll hängen, während Tiere einfach hindurchtauchen (Foto: Ocean Cleanup)

Den Aufwand kann man sich doch sparen, dachte sich der Luft- und Raumfahrt-Student. Immerhin gibt es Strömungen, die diese Arbeit erledigen können. Er bastelte deshalb an einer stationären, passiven Lösung, die keine schädlichen Auswirkungen auf die Umwelt hat.

Seine Idee funktioniert so: Zwei V-förmig treibende, 50 km lange Barrieren fangen den an der Wasseroberfläche treibenden Müll ab. Dieser treibt auf die Sammelstation in der Mitte zu, von wo aus er regelmäßig eingesammelt werden kann. Meeresbewohner schwimmen einfach unter den schwimmenden Barrieren hindurch und bleiben nicht wie bisher in den Netzen hängen.

Das löst zwar noch nicht das Problem verschmutzter Sedimente, aber immerhin könnte auf diese Weise die Hälfte des Plastikmülls im Atlantik verschwinden – und das in nur zehn Jahren!

 

(Foto: Ocean Cleanup)

Boyan Slat an Bord eines Forschungsschiffes (Foto: Ocean Cleanup)

Als Boyan Slat mit seinem Projekt Ocean Cleanup 2012 an die Öffentlichkeit trat, erntete er zwar viel Beifall und wurde mit Preisen ausgezeichnet – aber so richtig an die Realisierung geglaubt haben damals nur wenige. Jetzt ist er zurück, bewaffnet mit einer 530seitigen Machbarkeitsstudie, an der namhafte Wissenschaftler und Unternehmen mitgearbeitet haben. Vor zwei Wochen hat er sein Crowdfunding-Projekt gestartet und bereits 25 Prozent der anvisierten 2 Mio. finanziert. Wird die ganze Summe erreicht, kann das Projekt Wirklichkeit werden. Damit wären wir einer Zukunft mit sauberen Meeren ein gutes Stückchen näher!

Schau hier, was bisher schon alles gelaufen ist und unterstütze das Projekt mit einer sinnvollen Spende.

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