Nachhaltigkeitstage: Eine Kleinstadt bemüht sich

Unter dem Motto „Zeichen setzen!“ rief das Land Baden Württemberg am 11. und 12. Juli zu diversen Mitmach-Aktionen rund um das Thema Nachhaltigkeit auf. Ich war im Badischen Oberkirch dabei und konnte die Initiatoren vor Ort befragen.

(Foto: greenplaner)

Insektenhotels selber bauen kam bei den Kindern sehr gut an (Foto: greenplaner)

Hämmern, Sägen und Bohren empfing die Besucher des Oberkircher Wochenmarkts am Samstagmorgen. Eifrig bauten Kinder unter Anleitung des BUND Renchtal e.V. eigene Insektenhotels. Richtig schick sahen die Häuschen aus – und die begeisterten Jungen und Mädchen erfuhren nebenbei eine Menge über die artgerechte Unterbringung von Käfern, Nützlingen & Co.

Die Nachhaltigkeitstage Baden Württemberg waren hier in vollem Gange. Angestoßen von der Transition Town InitiativePAuLA e.V.“ hatten BUND, Stadt und Stadtwerke ein breites Veranstaltungsprogramm organisiert.

Bereits am Freitagabend machte der Eröffnungsvortrag von Dr. Thomas Hoffmann auf die globalen Herausforderungen aufmerksam. Bei schlechtem Wetter  fiel der Besucherandrang geringer aus als erwartet. „Wir sind trotzdem zufrieden“, sagt Organisator Udo Woelki von PAuLA e.V.. „Aus den interessanten Gesprächen werden wir einige Anregungen in unsere konkrete Arbeit mitnehmen.“

Foto: greenplaner

Begeistert pflanzten Grundschüler einen Apfelbaum vor ihrer Schule (Foto: greenplaner)

Greifbar wurde die Nachhaltigkeit bereits am nächsten Morgen, als mehrere Schüler der Johann-Wölfflin-Schule einen Apfelbaum in ihren Schulgarten pflanzten. Als Symbol der Nachhaltigkeit wird er in den nächsten Jahrzehnten hoffentlich wachsen und gedeihen, um ganz vielen Grundschulkindern ein Stück Natur näherzubringen.

Währenddessen lockte eine Upcycling-Station und ein Kuchenbuffet zahlreiche Interessierte zu den Info-Ständen auf dem Marktplatz. Auch das Prinzip „Papier statt Plastik“ erfüllte seinen Zweck: Umweltbewusst brachten die Händler ihre Waren in Papiertüten an den Mann und steuerten damit ihren Teil zur Nachhaltigkeit bei.

 

Potenzial vorhanden

(Foto: greenplaner)

Die Stadtführung WELTBewusst vermittelte viel Wissen über globale Probleme (Foto: greenplaner)

Ein WELTbewusst Stadtrundgang beleuchtete auf drei Stationen die Hintergründe von Textilproduktion, Bankenwirtschaft und Klimawandel. Leider fiel die Teilnahme hierbei recht mau aus, ebenso bei der vom Umweltbeauftragten der Stadt geführten Fahrradtour zu diversen Biotopen. „Obwohl ich solche Touren öfter mache, habe ich ganz neue Orte und viele seltene Tierarten kennengelernt“, freut sich immerhin Mitfahrerin Maria Just. Bleibt zu hoffen, dass sich beim nächsten Mal noch mehr Leute anschließen.

Die Veranstaltungen in Oberkirch und im gesamten Bundesland beweisen, wie vielfältig Nachhaltigkeit bereits gelebt wird. Aber sie zeigen auch, dass diese schwierigen Themen noch keine breite Resonanz in der Öffentlichkeit finden. Auf dem langen Weg, der vor uns liegt, sind sie immerhin ein kleiner Schritt.

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2 Gedanken zu “Nachhaltigkeitstage: Eine Kleinstadt bemüht sich

  1. liebe Eva, ich freue mich immer über deinen Blog und schicke ihn fleißig durch die Welt – auf das es viel Nutzen bringe und zum Nachdenken und Nachhandeln anrege. Liebe Grüße
    Udo

  2. Pingback: Nachhaltigkeitstage in Oberkirch |

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