Wachstum: Mehr, grün oder gar nicht – ein Kommentar

 

„Die Menschheit steht vor ihrer größten Herausforderung. Mit einer gemeinsamen Anstrengung werden wir die Welt retten. Während ich zu Ihnen spreche, starten ein paar Helden zu ihrer großen Mission, nach deren Abschluss der Klimawandel kein Problem mehr ist.“ Mal ehrlich – wär doch cool! Nur leider ist die Realität keine Roland Emmerich Produktion. Schade!

Ich nehme die Sache jetzt selbst in die Hand und begebe mich auf die Suche nach der vielversprechendsten Lösung. So schwer kann es doch nicht sein, ein paar Helden zu finden, die sich schon was ausgedacht haben. Und siehe da… ein paar Vorschläge gibt´s schon, wie man die Welt noch retten könnte! (Wer nicht weiß um was es geht, findet hier die Hintergründe)

Hier hilft nur noch eine Radikal-Kur

Daniel L. Meadows sieht die Zukunft ja schon ziemlich düster, aber sein Co-Autor Jorg Randers spitzt die These noch weiter zu: Er meint, dass die Demokratie nicht in der Lage ist, die Herausforderung zu stemmen. Seine Lösung: Ein „wohlmeinender Diktator“. Huiuiui. Klingt eher nach einem düsteren Horrorfilm als nach happy end…

Das Streben nach Glück

Rosiger sieht´s bei den Minimalisten aus, immerhin argumentieren die damit, dass sie glücklicher sind, nachdem sie die Zwänge des Konsums hinter sich gelassen haben. Okay – schön für euch! Eure CO2-Bilanz ist garantiert auch besser als vorher und wenn das noch mehr Leute so machen würden, wär das eine gute Sache. Aber genau daran hapert´s. Ganz schön krass so zu leben, zwar garantiert sinnvoll ist – aber nichts für mich! Und ich glaube auch nicht, dass man den größten Teil der Menschheit davon überzeugen kann, plötzlich auf den Wohlstand zu verzichten – schließlich hat das Rennen um die letzten Reserven gerade erst begonnen…

„Jeder kann was bewirken“

Weniger radikal, weniger Aufsehen erregend geht´s bei den Transition Initiativen zu. „Fangt an, das umzusetzen was euch am Herzen liegt. Wartet nicht darauf, dass es ein anderer tut“, sagt Rob Hopkins. Die Gründer der Bewegung haben keinen großen Masterplan, auch keine Vorschriften für neue Initiativen. Transition funktioniert mehr wie „Tausend dezentrale Forschungs- und Entwicklungsstätten, jede mit neuen Ansätzen, aber allo so miteinander vernetzt, dass gute Ideen und Lösungen umgehend weitergegeben und repliziert werden.“ Hm, das scheint mir eine sinnvolle und gangbare Möglichkeit zu sein – und motivierender als die meisten anderen. Tatsächlich verzeichnet das Modell inzwischen 1.110 Initiativen in 43 Ländern weltweit. Allerdings wird die Welt kaum gerettet, nur weil manche Städte ihr eigenes Gemüse anbauen, grüne Energie in Bürgergenossenschaften produzieren und Nachbarschaften einander helfen…

Die Natur zum Vorbild nehmen

Andere setzen dagegen auf ein rasches Anwachsen grüner Technologien. „Der famose Reichtum an Pflanzen und Tieren unserer Erde verbraucht ein Vielfaches der Energie und Nahrung des Menschen, ohne Klimakatastrophen zu verursachen“, bemerkt Ralf Fücks. Wenn wir uns also die Kräfte der Natur zum Vorbild nehmen und ebensolche selbstregulierenden Kreisläufe schaffen, wäre das die vielversprechendste „große Transformation„. Tatsächlich werden auf diesem Sektor bereits die größten Durchbrüche erzielt. Bionik, Ökologische Landwirtschaft, künstliche Fotosynthese, all das bringt uns weiter. Ich hoffe nur, dass es für diesen Weg nicht schon zu spät ist…

Aber vielleicht ist es ja auch von allem etwas. Was meint ihr, welches Modell überzeugt euch? Schreibt Kommentare, lasst uns diskutieren. 😉

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Ein Gedanke zu “Wachstum: Mehr, grün oder gar nicht – ein Kommentar

  1. Die eine Lösung gibt es vermutlich nicht, eher viele verschiedene (wie oben beschrieben). Zur Frage wie die einzelnen Ansätze am besten verwirklicht werden können, gibt einen guten Spruch: „Um Veränderung zu bewirken, braucht es kleine, fehlertolerante Gemeinschaften“.

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