Warum eine Herz & Seele Gruppe dazugehört

Jetzt ist es also passiert: Ich verstehe, warum Transition Initiativen eine Herz & Seele Gruppe brauchen! Eigentlich dachte ich bisher ja eher, das seien ein paar alternative Hippies – aber ich habe mich geirrt!

 

Foto: greenplaner

Der Wandel kostet viel Arbeit, Zeit und Energie

Nachdem ich angefangen habe, mich über Transition zu informieren und allerhand Theoretisches erarbeitet hatte, wurde ich auf einen neugegründeten Verein in meiner Zweitheimat Oberkirch aufmerksam: PAuLA e.V. Das Kürzel steht für Produktive Auseinandersetzung und Lebendige Anstiftung und setzt die verschiedensten Projekte zu Themen wie Umweltschutz, Flüchtlingshilfe, Netzwerken, Gemeinschaft und Aktionstage um.

Das klappt auch ziemlich gut: In den knapp zwei Jahren seit Gründung des Vereins wurden knapp zwanzig Projekte erfolgreich organisiert und wir haben sogar einen Preis für unsere Integrationsarbeit bekommen.

Jetzt kommt der Haken: Wer soviel bewegen, anstoßen und umsetzen will, braucht dafür unheimlich viel Zeit und Energie. Die monatlichen Treffen folgen deshalb einem straff durchstrukturierten Arbeitsplan mit Moderation und Zeitdruck. Sprecher der unterschiedlichen Wirkgruppen berichten, wo ihr Projekt im Moment steht, was entschieden wurde, wo Not am Mann ist. Das ist wichtig zu wissen – aber wahnsinnig anstrengend. Für allgemeine Diskussionen über unsere Werte oder das momentane Weltgeschehen bleibt da keine Zeit, geschweige denn für die Befindlichkeit des Einzelnen.

„Das Bewusstsein der Geschöpfe ist durch das Atemholen bedingt.“ Dschuang Dsi

PAuLA Oberkirch

Unsere Streuobstwiese weihten wir im Frühjahr mit einem Picknick bei Lagerfeuer ein.

Da flatterte plötzlich eine Email ins Postfach und lud zu einem Treffen abseits der Freitagsrunde ein, um Luft zu holen, sich auszutauschen und gemeinsam etwas schönes zu tun, statt immer nur zu „wirken“. „Die Arbeit nahm bei PAuLA Überhand“, erzählt Dagmar Manz, die Mitbegründerin der Herz & Seele Gruppe. „Wir bewältigen so viele Aufgaben für den Wandel, dass wir uns dabei selbst aus den Augen verlieren. Dabei fängt der Wandel doch in uns selbst an!“ Ihre Idee wurde begeistert aufgenommen, inzwischen beteiligen sich immer mehr PAuLA-Mitglieder an den Treffen. Besonders schön: Die Streuobstwiese der „SoLaWi“-Wirkgruppe wurde gleich mal mit einem gemütlichen Picknick eingeweiht, bei dem geredet und gelacht statt geplant und organisiert wurde.

Oha, dachte ich. Es passiert also einfach so. Solche Gruppen entstehen aus sich selbst heraus, um aktiven Transitionern die Energie zu liefern, die sie für ihre Arbeit brauchen. Und sie haben durchaus ihre Berechtigung!

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